58. Historisches Wertpapierhaus Auktion
30. Januar 2021

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Auktionstermin: 30. Januar 2021

Historisches Wertpapierhaus AG
Ingelsberg 17 b
D- 85604 Zorneding
Deutschland / Germany
Tel.: +49 (0)8106 - 2461-86
Fax: +49 (0)8106 - 2461-88


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Los 961 Wertpapiere - Deutschland

VF

Beschreibung

Deutsche Festspiel-Stiftung Bayreuth, Nennwert NA-Patronatsschein 1.000 Mark.
Bayreuth, 22.05.1922, Namens-Patronatsschein über 1.000 Mark, #2809, 34 x 27 cm, grün, blau, schwarz, DB, 2 cm Einriss, kleine Randeinrisse, Ecke oben rechts beschädigt (alles mit Japanpapier restauriert), gestaltet nach einem Entwurf von Franz Strassen, mit Ansicht des Schauspielhauses und Portrait von Richard Wagner, R8.

Mitten im berühmten Börsen- und Gründungsboom der Jahre 1870 bis 1873 gab der Komponist Richard Wagner, inspiriert von einem Gründer, Patronat-Scheine zur Finanzierung seines Traums aus: Festspiele in Bayreuth. Den Finanziers winkte eine besondere „Dividende“: Sie erhielten Eintrittskarten für die Uraufführung des Ring des Nibelungen. Richard Wagner signierte den Patronat-Schein persönlich. Bayreuth ist in aller Welt vor allem wegen der alljährlich im Sommer stattfindenden Festspiele bekannt. Die Bayreuther Festspiele sind das Werk Richard Wagners. Doch bis es zu den ersten Festspielen kam, war es ein langer Weg. Bereits im Jahr 1850, also 26 Jahre vor den ersten Festspielen, deutete Wagner die Festspielidee an. Diese waren für Wagner die Voraussetzung für eine Aufführung des Ring des Nibelungen. In den folgenden Jahren wurden sowohl Zürich als auch Weimar als Orte für die Festspiele erwogen. Doch wie sollten die Festspiele finanziert werden? Wieder einmal war das liebe Geld gefragt. Geldsorgen waren aber für Wagner nichts Neues. 1837 verließ er Königsberg in Richtung Riga, wo er eine Dirigentenstellung annahm und sich vor seinen Gläubigern sicher fühlte. Bereits zwei Jahre später verlor er seine Stellung in Riga, überschritt zusammen mit seiner Frau - erneut aus Furcht vor seinen Gläubigern - heimlich die russisch-ostpreußische Grenze und fuhr mit dem Schiff Thetis nach London. Die Finanzierung schien greifbar als ihn 1864 König Ludwig II von Bayern nach München rief. Er träumt von einem Festtheater in München und möchte an der Isar den Ring des Nibelungen uraufführen lassen. Die Pläne Wagners und des Königs ließen sich nicht vereinbaren. Am 16. April 1871 bereiste Wagner erstmals Bayreuth. Es gefällt Wagner so gut, dass er sich niederlässt und hier seine Festspiele plant. Noch vor der Grundsteinlegung am 22. Mai 1872, kümmert er sich um die (Anschub-)Finanzierung seiner Idee. Bereits im Februar legt er Patronat-Scheine auf. Durch Zahlung von 300 Thaler erwarb der Inhaber des Scheins die Rechte eines Patrones der in Bayreuth zu bewerkstelligenden drei vollständigen Aufführungen des Bühnenspieles Der Ring des Nibelungen. Auf dem Patronat-Schein hat auch Friedrich von Feustel signiert. Der Bayreuther war durch Unternehmertum zu Wohlstand gekommen, er war die Bayreuther Symbolfigur der Gründerzeit. Doch das Geld aus den Patronat-Scheinen reichte nicht. 1874 stand die Idee vor dem Aus. Doch König Ludwig II. sprang erneut ein. Am 13. August 1876 fanden schließlich die ersten Festspiele statt. Über Richard Wagner: Richard Wagner wurde 1813 in Leipzig geboren. Er war das neunte Kind des Polizeiaktuarius Carl Friedrich Wagner und der Bäckerstochter Johanna Rosine Wagner. Ab 1831 studierte er an der Universität Leipzig Musik. Zu seinen Werken zählen der Fliegende Holländer, Tannhäuser, Tristan und Isolde, die Meistersinger von Nürnberg, der Ring des Nibelungen sowie Parsifal. Wagner starb 1883

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Freitag 29.01.2021, 18:00 CET

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